Getagged: Reisen

Starpower aus Amerika: Kenneth Branagh in Hamlet

Wie ich am Ende meines letzten Artikels angedeutet hatte, ließ das nächste Event meiner Los-Angeles-Tour nicht lange auf sich warten. Nach dem bombastischen Disneyland-Kinoereignis machte ich mich am nächsten Abend auf den Weg nach Hollywood, um dort in einem altmodischen Kino Hamlet zu sehen. Das vierstündige, vollständige Meisterwerk in 70 mm auf der großen Leinwand – das alleine wäre es sicher wert gewesen. Aber anschließend sollte tatsächlich eine Podiumsdiskusion mit Kenneth Branagh, dem Hauptarsteller und Regisseur stattfinden!
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Zur Welt-Premiere von Pirates of the Caribbean – On Stranger Tides

Im Mai 2011 erblickte der vierte Teil der von mir hochgeschätzten Fluch-der-Karibik-Reihe das Licht der Kinosäle – und ich war seinerzeit verrückt genug, mal eben eine Woche nach Los Angeles zu fliegen, um die Weltpremiere von Pirates of the Caribbean – On Stranger Tides persönlich mitzuerleben.
Was folgt ist der hautnahe, brühwarme und noch in derselben Nacht geschriebene Bericht zu Disneys bislang neuestem Piraten-Abenteuer:
 
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Die Reise des Asterix

Jüngst ist mit Asterix bei den Pikten ein neuer Asterix-Band erschienen – heutzutage ein seltenes und durchaus bemerkenswertes Ereignis. Dies zum einen, weil neue Abenteuer des kleinen Galliers selten geworden sind; der letzte neue Band kam 2005 vor nunmehr acht Jahren heraus. Zum anderen aber stellt gerade dieser Band ein spannend Ereignis dar, ist es doch der erste Band überhaupt, der nicht von den Schöpfern der Reihe selbst geschrieben wurde. Nun stellt sich die Frage: Wie ist dieser Band gelungen?
Meiner Meinung nach muss man dafür etwas ausholen …

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Der Schwetzinger Schlossgarten und Disneyland


Eine generelle Kritik, der sich der Disney-Konzern immer wieder stellen muss, ist die, dass Disney in Filmen und Freizeitparks eine allumfassende Traumwelt erschafft – und diese Einschätzung ist sicherlich nicht zu bestreiten.
Schon der Aufbau von Disneyland selbst spricht Bände; die Aufteilung in verschiedene Länder, in Western-, Dschungel-, Märchen- und Science-Fiction-Landschaft, die sich allesamt am Eingang einer amerikanischen Kleinstadtstraße treffen, und all das ist erst die Spitze des Eisbergs. In Disneyland treffen zahllose Welten und Universen aufeinander, alles soll so echt wie möglich wirken und das Ergebnis ist eine Scheinwelt, wie sie realitätsferner nicht sein könnte. Es ist nicht schwer zu verstehen, wie sich diese Fassadenlandschaft den Ruf einer eskapistischen Fälschung erwerben konnte.
Dabei sollte natürlich klar sein, dass die Disneyparks dafür nicht der erste und schon gar nicht der einzige Fall sind; es gibt für diese Art Realitätsneuschöpfung genug historische Beispiele. Dafür muss man nicht weitergehen als zur direkten Vorlage des Disney‘schen Dornröschenschlosses: Schloss Neuschwanstein, das König Ludwig II erbauen ließ, um seine mittelalterlichen Märchenvorstellungen zu verwirklichen. Aber das für mich passendste Beispiel ist der Schwetzinger Schlossgarten.
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Selbstfindungsprobleme à là Disney

Disney ist zweifelsohne ein wahrhaft riesiger Konzern – mit einem riesigen Ego. Sie sind bekannt dafür, in jeder Hinsicht gut auf ihr Eigentum zu achten und es wenn nötig mit Zähnen und Klauen zu verteidigen, und sie haben sicherlich mehr recht als mancher andere auf eine solche Einstellung. Schließlich verfügt Disney über den vielleicht größten ideellen Inhalt irgendeines heutigen Unternehmens.

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Schönheit und Tod in Venedig

Venedig ist sicherlich eine der faszinierendsten und sonderbarsten Städte überhaupt. Vollkommen auf dem Wasser erbaut, bietet jedes Bild der Lagunenstadt einmalige und unverwechselbare Aussichten auf alte Kirchen, schmale Kanäle und pittoreske Gehwege. Und die Fotos der Lagunen und der goldenen Paläste mit ihrem Prunk sind ohne Zweifel weltbekannt. Aber eine andere, sehr viel interessantere Seite der Stadt liegt zur gleichen Zeit eher versteckt – um sie zu finden muss man wirklich dort hinreisen, und einen Tag nur damit verbringen, durch unerforschte Gassen zu streifen; am besten ohne Stadtplan, Zeitlimit und vor allem ohne Ziel.

Das Venedig, das dann zum Vorschein kommt, lässt sich für mich am besten so beschreiben: Was geschähe, wenn ein wahnsinniger Multimilliardär Tim Burton die Mittel zur Verfügung stellen würde, eine ganze Stadt nach eigenem künstlerischen Gutdenken zu entwerfen und aufzubauen? Ich rede hier nicht von Spiralen und schwarz-weißen Streifenmustern, sondern von dem morbiden Stil, der so viel von Burtons Werk auf ausschlaggebende Weise durchzieht. Der Künstler, der seine Freude daran hat, Flickenpuppen und halb verweste Leichen als zarte Schönheiten darzustellen, könnte keine morbidere Stadt erschaffen, als das Venedig, das sich hinter der hauchdünnen Touristenfassade verbirgt.
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Absinth – die grüne Fee von Paris


Ich komme frisch zurück aus Paris, der sicherlich schönsten Stadt der Welt. Frankreichs Hauptstadt ist bekannt für vieles; Liebe, Kunst, Freiheit, doch eine Bewohnerin der Weltmetropole ist in den letzten hundert Jahren in Vergessenheit geraten (beziehungsweise ins Reich der Legenden gerückt): die grüne Fee, auch genannt Absinth.
Das hochprozentige Getränk aus Wermut, Anis und Fenchel – wir reden von bis zu 85%, auch wenn sie zum Trinken gewöhnlich stark verdünnt werden – war gegen Ende des vorletzten Jahrhunderts das Kult-Getränk schlechthin und fand gerade unter den Künstlern zahlreiche Liebhaber, wie Vincent van Gogh, Ernest Hemingway, Edgar Allan Poe, oder Oscar Wilde, bis es wegen zunehmender Skandale vor rund hundert Jahren in den meisten europäischen Ländern verboten wurde. Und auch wenn dieses Verbot mittlerweile aufgehoben ist, so sind es heute doch vor allem die Hollywood-Filme wie Moulin Rouge und From Hell, die dem früheren Seelentröster noch hin und wieder dem ihm gebührenden Tribut zollen.
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