Ich bin zurzeit dabei, mich durch den Hexenhammer zu arbeiten; das große Standardwerk der frühen Inquisition.

Es handelt sich wirklich um ein spannendes Buch, auch wenn die Lektüre sicher nicht einfach fällt. Besonders beeindruckt mich, wie stark der Autor versucht, all seine „Erkenntnisse“ wissenschaftlich abzuleiten – nur dass all seine Schlussfolgerungen am Ende immer auf irgendeinem obskuren Bibelzitat oder den Schriften eines Heiligen begründet sind.

Das Ganze ist auf jeden Fall eine faszinierende Lektüre, besonders wenn man verstehen will, wie die Menschen damals „getickt“ haben. Wir machen es uns heute sicher viel zu leicht, wenn wir das Fehldenken früherer Zeiten einer simpleren (wenn nicht direkt dümmeren) Grundmentalität zuordnen wollen.